HN-6 Harmonic Notch
Clean Resonance Control.
Harmonischer Notch-Prozessor · 6 Bänder × 5 Harmonische · Mono / Stereo / 5.1 · VST3 · AU · Standalone
HN-6 entfernt Resonanzen, Brummen und Nachklingen an der Wurzel. Jedes seiner sechs Bänder setzt einen chirurgischen Notch auf eine Grundfrequenz und wiederholt ihn automatisch die Reihe hinauf — Oktaven (f·1,2,4,8,16) oder echte Harmonische (f·1,2,3,4,5) — wobei MASTER DECAY die Tiefe jedes nächsten Schritts festlegt. Die Doktrin ist schmal und ehrlich: die Grundfrequenz bekommt den vollen Schnitt, die Teiltöne immer weniger, und die Klangfarbe überlebt. Sechs Probleme, sechs Regler, dreißig Notches.
Frontplatte des HN-6. Die Nummern unten beziehen sich auf diese Ansicht.
Oberes Panel
1
MANUAL — Öffnet dieses Handbuch.
2
DISPLAY — Logarithmischer Frequenzgang, 20 Hz–20 kHz, +6…−42 dB. Farbige Kurven = die Notch-Reihe jedes Bands; die cremefarbene Kurve = der Gesamtfrequenzgang; die gefüllte Spur dahinter ist das Live-Eingangsspektrum. Die Knoten lassen sich direkt greifen: einen nummerierten Knoten ziehen setzt FREQ und CUT, Mausrad = Q, Shift+Rad = MASTER DECAY, Doppelklick auf einen Knoten = Band ein/aus. Der Chip zeigt die exakten Werte des gewählten Bands. „analyzer idle — press INPUT to go live“ erscheint, solange kein Audio läuft.
3
OUTPUT — Master-Trim, −24…+12 dB. Doppelklick auf einen beliebigen Wert auf der Frontplatte, um ihn exakt einzutippen (bei Frequenzen gilt das Format „2.4k“).
4
ON — Bearbeitung aktiv.
5
BYPASS — Voller Bypass; im Bypass wird die Gesamtkurve gedimmt.
I/O-Reihe
6
INPUT — Nur Standalone: Eingangsgerät wählen und mit INPUT auf Live gehen.
7
MONITOR — Nur Standalone: leitet das bearbeitete Signal auf den Monitorausgang.
8
STATUS — Insert-Modus und Zustand (z. B. „stereo insert · running“).
9
ANALYZER — Schaltet zyklisch FFT (gefülltes Spektrum) → 64 BAND (Balken mit Peak-Hold) → ANA OFF.
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FFT SIZE — 2048 / 4096 / 8192 — Analyzer-Auflösung gegen Geschwindigkeit.
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SERIES — OCTAVE: Notches auf f·1, 2, 4, 8, 16 — Brummen und seine Oktaven, Raummoden. HARMONIC: f·1, 2, 3, 4, 5 — die echte Obertonfamilie einer nachklingenden Note oder eines Schnarrens.
12
WIDTH — CONST Hz: Q skaliert mit jedem Vielfachen, so behält jeder Notch dieselbe Bandbreite in Hertz — oben chirurgisch. PROP Q: überall dasselbe Q, die Bandbreite wächst mit der Frequenz — sanfter, musikalischer.
Modell-Reihe
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MODEL — MONO / STEREO / 5.1 — Kanalkonfiguration; ein Prozess wird über die Kanäle des Modells angewendet.
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INSERT PATCH — Die Patch-Punkte, die diese Einheit auf der Rack-Seite belegt (mit RP-1, z. B. INS A · CH 15 / INS B · CH 16). Anzeigewert, vom Rack gesetzt.
Bänder
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BAND · LED — Klick auf den Bandkopf schaltet das Band ein/aus. LED und Kurve tragen die Bandfarbe.
16
FREQ — Die Grundfrequenz, 20 Hz–20 kHz (log). Exakte Werte per Doppelklick auf den Anzeigewert eintippen.
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CUT — Tiefe auf der Grundfrequenz, 0…−40 dB. Jeder höhere Schritt erhält CUT × DECAYᵏ.
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Q — 0,5–100. Schmal bleiben: bei Q 30–40 beginnen und vertiefen statt verbreitern — ein Nachbarproblem bekommt sein eigenes Band, keinen breiteren Notch.
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MASTER DECAY — ×0,05…×1,00 — wie viel vom Schnitt jede nächste Harmonische erbt (harmonic slope link). ×0,50 halbiert die Tiefe pro Schritt; ×1,00 wiederholt sie in voller Stärke.
Schnellstart
- Band 1 einschalten und seinen Knoten auf die störende Grundfrequenz ziehen — oder den Anzeigewert doppelklicken und den Wert eintippen.
- SERIES: OCTAVE für Brummen und Raummoden; HARMONIC für die Obertonfamilie einer nachklingenden Note.
- Auf der Grundfrequenz tief schneiden und MASTER DECAY (~×0,50) die Reihe auslaufen lassen.
- WIDTH CONST Hz hält die oberen Notches chirurgisch. Q hoch halten; niemals verbreitern — stattdessen ein weiteres Band hinzunehmen.
- ANALYZER beobachten, mit BYPASS A/B vergleichen und OUTPUT nur anfassen, wenn echte Energie entfernt wurde.